Harley-Davidson in Austria

 

Luky Schmid auf Harley-Davidson 

Motorrad-Meisterfahrer von Österreich 1923 

 

 

 

1923

 

Winterwertungsfahrt, 21. Januar 1923

Wiener motorsportliche Herrenfahrer-Vereinigung

 

Mit Autos und Motorrädern; führte von Purkersdorf nach Maissau;

besonders die Motorräder fanden besondere Beachtung.

 

"Gespannt war man auf das Verhalten der Zweirädrigen.

Was sie vollbrachten, hätte man vorher einfach für unmöglich erklärt...

zeigten die ... Harley-Davidson ... bewunderungswürdige Taten,

an welchen sich jedermann aufrichtig erfreute"

 

(Österreichischer Motor/Der Flug, Wien, Nr. 2 Februar 1923)

 

 

ÖSTERREICHISCER

MOTOR

DER FLUG

 

lllustrierte Zeitschrift für Automobilismus, Luftfahrt, Motorbootsport, 

Motorenindustrie, Wissenschaft, Technik, Handel und Gewerbe, Sport.

 

Wien 1923

 

Februar 1923

Besondere Einführungspreise: Typ WF, FS, FDS

 

 

März 1923

 

Harley-Davidson Rekordfahrt

 

Aus Stockholm schreibt man uns vom dortigen Rennen auf dem Eise des Edsvikensees:

 

Nach dem Autorennen kam auch ein Kilometerrennen mit fliegenden Start 

für Motorräder zur Austragung. Hierbei fuhr Erik Westerberg auf einer 

Harley-Davidson (1000cm³) Zylinderinhalt) die beste Zeit des Tages (Rekord) 

mit 25,5 Sekunden, was einem Durchschnitte von 140 km 500m pro Stunde entspricht. 

Nach dem großen Erfolge der amerikanischen Marke in der australischen Dauerfahrt, 

wo sie allein ans Ziel kam, hat sie nun auch im hohen Norden einen Beweis

 ihrer Geschwindigkeit erbracht.

 

(Österreichischer Motor/Der Flug, Wien, Nr. 3 März 1923)

 

Mai 1923

 

Badner Meeting

Sonntag 6. Mai 1923

 

Kategorie VIII

Motorräder über 750 ccm

Distanz 30 km (30 Runden)

 

In der Kategorie VIII gibt es einen schweren Kampf zwischen Karner und Dirtl, 

der mit seiner ungemein schnellen Harley-Davidson sich lange bemüht, Karner, 

der ein richtiges Höllentempo vorlegt, zu überholen. Karner ist in den Kurven flinker, 

Dirtl in den Geraden, Schließlich gelingt es Dirtl, Karner zu überholen, und unter tosenden 

Beifall zieht er an die Spitze. Seine Zeit ist die beste des Tages (21:24). 

 
1. Platz L. Dirtl Harley-Davidson 21:24,0
2. Platz R. Karner Sunbeam 21:36,8

 

Als sehr bemerkenswert für das Publikum muß die Leistung von Dirtls Harley gelten,

denn die Maschine war im Sinne des Wortes, fabriksneu, und lief im Rennen so gut, 

als ob sie Dirtl mindestens 400 km eingefahren hätte; alle Harley-Davidson-Maschinen 

werden aus der Fabrik geschickt und leisten, was man verspricht. 

Und das ist ein nicht hoch genug zu wertender Gutpunkt, für den, der sie kauft.

 

 

Die Österreichische Tourist-Trophy

 

Die richtige TT wurde zwischen 1923 und 1932 gefahren, zehnmal also, sie wurde auf drei 

verschiedenen Kursen gefahren, und zwar von 1923 bis 1930 (mit Ausnahme 1925) auf der 

Breitenfurter Strecke, 1925 wurde sie in der Hinterbrühl gefahren, während in den letzten 

beiden Jahren die Wolkersdorfer Strecke benützt wurde. 

 

Die "Motorsportliche-Herrenfahrer-Vereinigung" war es. die die erste österreichische TT

 im Jahre 1923 veranstaltete, sie leistete sich damals ein Husarenstückerl, das in Rennfahrerkreisen geradezu Weltberühmtheit erlangte: wie vorgeschrieben , wurde die Strecke ausgemessen, und siehe da, 

man kam auf die erfreulich gerade Zahl von genau 20 km Länge. 1923, 1924 und 1926 wurden Rennen 

hier gefahren, jeder Veranstalter nahm die Länge von 20 km als gegeben hin. Erst 1927 wurde die 

Strecke nachgemessen - man glaubte dem Resultat nicht, sie wurde noch einmal gemessen und ein drittes Mal, dann gab es keinen Zweifel mehr: die Rennstrecke war nicht 20,0 km lang, sondern nur 18,1 km! 

 

Der erste Veranstalter hatte sich beim Ausmessen um nicht weniger als 1,9 km geirrt! 

Dadurch hatten alle Teilnehmer der Rennen in den vergangenen Jahren in den Ergebnissen viel höhere, 

aber natürlich falsche Durchschnittsgeschwindigkeiten stehen, nur ein Beispiel: ein Fahrer, der mit einem Schnitt von 87 km/h gewertet worden war, hat tatsächlich nur 78 km/h erzielt!

 

Die erste TT

Beim ersten Rennen, 1923 in Breitenfurt, hatten alle Klassen 15 Runden zu fahren.

 

Sonntag 13. Mai 1923

 

 

Luki Schmied (Lucky Schmidt) der hervorragende Harley-Davidson-Fahrer 

und Meisterfahrer von Österreich

ist einer der kaltblütigsten und courachiertesten unserer Rennfahrer.

Seine Leistung in der T.T.  nach dem furchtbaren Sturz wo er viele Minuten bewusstlos liegen blieb 

und trotzdem seine ausgezeichnete H.D. zum Sieg steuerte, ist noch frisch in Erinnerung.

 

 

Klasse mit unbeschränktem Zylinderinhalt:

 
1. Platz Lucky Schmidt Harley-Davidson 4:23:10
2. Platz Hermann Roßner Mabeco 4:25:06
3. Platz Leopold Dirtl  Zenith JAP 5:11:23

 

Das Stundendurchschnittstempo des Siegers betrug 68 Stundenkilometer

 

Die Harley-Davidson Maschine besitzt den bekannten V-Zweizylindermotor von 84x88,

Kubikinhalt 998 ccm, Zenitvergaser und Zündungsdynamo. 

Die Schmierung erfolgt mittels Zahnradpumpe.

Die Ventile sind oben gesteuert, die höchste Drehzahl beträgt 3600. 

Der Antrieb vom Motor zum Getriebe erfolgt mittels Kette, 

die Kupplung ist eine Plattenkupplung, 

das nach Wagenpraxis konstruierte Getriebe besitzt drei Gänge, 

welche mittels Segmentschaltung betätigt werden. 

Die Kraftübertragung aufs Hinterrad erfolgt mittels Rollenketten. 

Als Bremsen sind zwei vorgesehen, eine Außen- und eine Innenbandbremse, 

beide wirken auf das Hinterrad. Die Räder sind 28 x 21/2 und mit Goodyear-Pneus bereift.

 

 

7. Bergrennen 1923

Königsal - Jilowitsch

 

1. Preis 1000 ccm Suchy (Harley-Davidson) 5:01,6

 

 (Österreichischer Motor/Der Flug, Wien, Nr. 5  Mai 1923)

 

 

Juni 1923

 

Die Targa Florio der Motorräder

 

Unlängst gelangte auf der Madonie-Rundstrecke das viertemal die Targa Florio der Krafträder, 

über die Distanz von drei Runden (324 km) zur Austragung.

 

Kategorie bis 1000 cm³

 
1. Platz Quattrochi Harley-Davidson 6:54:23
2. Platz Rallo Douglas 6:54:28
3. Platz De Simone Indian 7:10:23

 

Badener Motorrad-Meeting

9. und 10. Juni 1923

 

Badner Meeting

Dirtl (Innenseite) Luky Schmid (Nr. 84)

 

Schmidt gewinnt auf Harley-Davidson 

das letzte Rennen um den großen Preis von Baden

 

Ein Sturz aus dem der tapfere Kodric mehr zerschunden als beschädigt hervorging, 

gab Herrn Regierungsrat Linninger Gelegenheit, seine Herzensgüte gegen unsere sportbegeisterten, 

aber weniger bemittelten Fahrer durch einen seltenen Akt würdiger Munifizenz zu dokumentieren: 

er beschenkte den wackeren Kodric mit einer prachtvollen Harley-Davidson-Maschine - 

für einen passionierten Fahrer wohl das sinnigste Geschenk und die beste Auszeichnung für 

die vielen ehrenden Schrammen, die Kodric trägt.

 

Luki Schmidt, der Held der Tourist-Trophy, "ritt" eine der schon bekannten Harley-Davidsons, 

knapp hinter dem (ihm) Dirtl, wobei diese wunderbare Maschine das ganze in schärfster Pace 

gefahrene Rennen durchstand, ohne auch nur einen Fußbreit Distanz zu verlieren.

 

In den Beiwagenrennen siegten die Harleys in gutem Tempo,

obwohl gefährliche Staubentwicklung das fahren arg behinderte.

 

 (Österreichischer Motor/Der Flug, Wien, Nr. 5  Mai 1923)

 

Juli 1923

 

  www.harleysons.de

 

 

 

1924

 

Österreichische TT 1924

 

Lucky Schmid war wirklich lucky, da er mit seiner großen Harley nicht nur wieder 

die Klasse "ohne Limit" siegreich beendete, sondern auch die beste Zeit des Tages und 

die schnellste Runde fuhr.

 

Luky Schmid stellt mit 14:07 einen neuen Rundenrekord auf. 

Durchschnittsgeschwindigkeit 85,6 km pro Stunde.

 

Gesamtfahrzeit 4:31:43,6

 

 

Österreichische Auto und Motorrad-Zeitung

Wien

22. August 1924

 

Abbildung in Originalgröße

 

 

 

1925

 

Luky Schmid, the Motorcycle Champion of Austria

(The Harley-Davidson Enthusiast. January 1926)

 

Der Motorradfahrer

Wien

16. Oktober 1925

 

Abbildung in Originalgröße

 

 

 

1927

 

Das Motorrad (A)

Nr. 52

15. Juni 1927

 

 

 

 

1927

 

Das Motorrad (A)

Nr. 59

1. Oktober 1927

 

 

* Alois Drax 

 

 

 

1927

 

Das Motorrad (A)

Nr. 63

1. Dezember 1927

 

 

Seite 54/55 Doppelseite

 

 

Beteiligung an der Filiusfahrt nach Brünn (Mazocha), Ö.T.C. Touringfahrt 

 

Auffahrt der Motorradfahrer am 3.IV.1927, an der nicht weniger

als 86 H. D.-Maschinen teilnahmen.

 

 

 

 

 

1928

 

Österreichische Touring Zeitung

Nummer 6 - Juni 1928

 

 

 

 

 

Motorrad 

Heft 6 

25. März 1949

 

 

 

 

Motorrad

Heft 17

28. April 1950

 

 

Seite 14 (Rückseite)

 

 

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