16. April 1900 -  2. Oktober 1984

 

Paul Weyres

Germany

1900-1984

 

Deutscher Seitenwagen-Meister

 1931 * 1932 * 1933 * 1934

 

 

Paul Weyres 1925

 

Paul Weyres fuhr 1923 seine ersten Rennen,

 wurde auf seiner ersten Harley-Davidson-Sportmaschine 

Sieger der internationalen Deutschlandfahrt 1925,

war 1927 bei der Eröffnung des Nürburgrings dabei 

und wurde in den dreißiger Jahren

 viermal deutscher Meister in der Seitenwagenklasse.

 

Bereits 1930 unterzeichnete Paul Weyres in Milwaukee seinen Vertrag als

Harley-Davidson Werkspilot !

 

1925

 

Er fuhr rund 400 Rennen und  verzeichnete mehr als 100 Siege

 mit Harley-Davidson Rennmaschinen.

 

Paul Weyres gewann den Großen Preis der Schweiz in Bern 1932, 1933,

1936 und 1937, war 1932 Sieger der schwedischen Tourist Trophy in Göteborg.

 1932, 1933 und 1934 holte er sich beim Eifelrennen am Nürburgring den ersten Platz !

 

20 schwere Stürze mit unzähligen Knochenbrüchen machten Paul Weyres zu einem

"zusammengeflickten Krieger der Motorschlachten"

wie die Aachener Zeitung 1956 in einem Bericht über Aachens ehemalige Motorsport-Elite schrieb.

 

Für seine Rennerfolge erhielt er bereits 1935 die goldene Plakette der Stadt Aachen

und für den dreimaligen Eifel-Sieg in Folge, den goldenen Nürburg-Siegelring. 

 

Erste Erfolge

 

Eng mit seinem Namen verbunden waren zwei Produkte, die heute noch Weltgeltung haben:

 

 Harley-Davidson und Continental.

 

Paul und Jupp unterwegs

 

Das amerikanische Motorrad und der deutsche Reifen verhalfen

 Paul Weyres zu ungezählten Siegen.

 

Er war Werksfahrer für Harley-Davidson, was in den 30er Jahren

 als ausgemachte Sensation galt.

 

 zum Sieg

 

Europaweit bekannt war auch die große Werbeaufschrift: 

"Paul Weyres fährt nur mit Continental-Reifen",

die unübersehbar auf dem Anhänger mit den Rennmaschinen prangte,

 mit dem der Rennfahrer zu den Pisten unterwegs war.

 

Oft genug hatten die Aachener an den legendären 

Schauinsland-Rennen teilgenommen, 

worüber sein "Schmiermaxe"

Josef Nikolaus  "Jupp" (Jüppchen oder Josi) Allemand (1906-1988)

 folgende Anekdote erzählte: 

 

Beim Schauinsland-Rennen in Freiburg

 

"Wir waren wieder mal unten und machten mit. 

Es ging in eine Linkskurve, da brach die linke Befestigung.

 Paul ging mit der Maschine hoch, ich flog raus. 

Als alles vorbei, hatte ich nichts und Paul lag in der Böschung unter der Maschine.

 Ich bin dann bis zur nächsten Kurve gelaufen und habe Sanitäter geholt.

 Als wir zurückkamen, traute ich meinen Augen nicht: 

da lag er unter der Maschine und pflückte in aller Seelenruhe Himbeeren. 

Ich sagte: Paul, was ist mit dir? und er antwortete: 

Nichts, nun komm schon und heb' die Maschine auf!"

 

Eigenbau: Weyres-Vorderradbremse

 

Gearbeitet hat Paul Weyres sein ganzes Leben für sein Lebensmittelgeschäft

 in der Jülicher Straße in Aachen nahe dem Hansemannplatz.

 

Ausfahrt in die Eifel 1927

Paul Weyres (Bildmitte sitzend), dahinter Josef Allemand,

Peter Allemand (links sitzend) und Aachener Harley-Freunde

 

(The Harley-Davidson Enthusiast December 1927)

 

Isn't she nice ? Mrs. Weyres, Aachen, Germany, on her husband's "racer."

Mr. Weyres is now in America preparing to "clean up" when he returns this Spring.

(The Harley-Davidson Enthusiast April, 1930 - Page 8)

 

 

Paul Weyres und sein neuer DAR-Road-Racer 

Hier bei seiner ersten Testfahrt in Milwaukee, Wis. U.S.A.  1930

 

The one-of-a-kind 45 cu. in. overhead valve twin


30DAH521 

 

Lubrication is dry-sump, 

the oil supply being carried in a cast aluminum tank.

 

(Zirkulierender Ölkreislauf !  6 Jahre vor dem Erscheinen der Knucklehead !)

 

Sparkplugs & Toolbox

 

Later Paul changed the Toolbox in a fork suspension dampener

 

 

 

 

 Paul Weyres'  30CAF302

 

Paul Weyres'  1930 Prototype

30.50 (500 cc) OHV Single Road Racer

 

Dry Sump Oiling

 

Schebler Barrel Sleeve Carburator

 

 

 

 Paul Weyres Milwaukee Pals

 

 

William Herbert Davidson 

 

Bill's Dad is the Vice-President and General Works Manager 

of the Harley-Davidson Motor Co.

 

Bill wins Cow Bell  >>> 

 

 

Herb Reiber - 

the Milwaukee Skyrocket

 

Here he is , Girls and boys, with his Harley-Davidson 45"

The Bus that helped make 1930 Harley-Davidson Competition History

 

 

 

 

Paul Weyres' USA-Reise 1929/1930

 

Turbinen-Expreß-Dampfer

B R E M E N 

Norddeutsche Lloyd Bremen

 

Abfahrt von Bremerhaven

 

Turbinen-Expreß-Dampfer

B R E M E N 

Norddeutsche Lloyd Bremen

 

Länge 283 m * Breite 31 m * Länge der Masten 74 m + 

Durchmesser der Schornsteine 8,17 m 

1016 Mann Besatzung

Telefunken-Übersee-Telefon

Alle Rettungsboote mit Seemotor und drahtloser Telegraphie

 

 

Paul Weyres fuhr nicht nur auf den schnellsten Motorräder seiner Zeit.

 

Das schnellste Schiff der Welt - der Schnelldampfer Bremen 

brachte Paul Weyres nach New York.

 

New York

 

Auf dem Luxusdampfer "Bremen" (Blaues Band 1929) dauerte die

Überfahrt in die Vereinigten Staaten nur knapp  5 Tage.

 

Paul Weyres reiste auf Einladung der Harley-Davidson Factory nach Milwaukee.

Er arbeitete im HD-Race Department und erhielt einen Vertrag als

Harley-Davidson Werksrennfahrer.

 

"Happy Birthday" auf hoher See:

 New York 12. April 1930  -  Cherbourg 17. April 1930

Am 16. April 1930 feierte Paul seinen 30. Geburtstag an Bord der Bremen

 

Sonnendeck Schnelldampfer Bremen

 

Die Schleuderflüge des Lloyddampfers Bremen bildet einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung 

des Luftpostverkehrs.
Mit lebhaftem Interesse verfolgte die Öffentlichkeit des In- und Auslands den Bau des

Schnelldampfers Bremen.

 Für den damaligen Stand der Technik war der Dampfer ein  Wunderwerk der Schiffsbaukunst. 

Die Indienststellung der "Bremen" erfolgte am 16.Juli 1929.
Um die Geschwindigkeit des Schiffes auch dem Postverkehr nutzbar zu machen wurden von der 

Deutschen Reichspost auf der Bremen ein deutsch - amerikanischer Seeposten eingerichtet. 

Da ein regelmässiger Luftpostverkehr nach Nordamerika in der damaligen Zeit aus technischen 

Gründen noch nicht durchgeführt werden konnte, machte die Deutsche Reichspost zur grösseren Beschleunigung der Postbeförderung zunächst von einer Zwischenlösung Gebrauch. In Zusammenarbeit 

mit der Lufthansa und dem Norddeutschen Lloyd entschied sich die Deutsche Reichspost für die 

Einrichtung von Schleuderflügen, d.h. Flugzeugkatapultstart von Bord des Dampfers:

 

Die Heinkel He12  D-1717 "New York" verlässt die Katapultanlage der Bremen 

 

Ungefähr in der Mitte des Schiffes, zwischen den beiden Schornsteinen, wurde die Anlage aufgebaut.

 Sie bestand aus einer 27 m langen Schienenbahn, die nach beiden Seiten des Schiffes schwenkbar war 

und dem Wasserflugzeug die Möglichkeit gab, von seinem 25 m hohen Standpunkt gegen jede 

Windrichtung zu starten. Auf der kurzen Startbahn war ein Startschlitten angebracht, auf dem das 

Flugzeug ruhte. Der Startschlitten, der durch Pressluft in l,5 Sekunden 25 m nach vorn geschleudert wurde, gab den nötigen Antrieb, sodass sich das Flugzeug mit eigener Motorenkraft in der Luft halten konnte. 

Die Startgeschwindigkeit des Schlittens betrug 90 Stundenkilometer, während das Flugzeug selbst erst 

einen Meter nach Verlassen der Startbahn eine Anfangsgeschwindigkeit von 110 km erhielt. Der 

Schlitten wurde kurz vor Ende der Startbahn durch Abbremsen mit Pressluft angehalten.

 

Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn

Für den Dampfer "Bremen" war ein Heinkel-Schwimmerflugzeug (He 12) mit einem 

Gesamtfluggewicht von 2600 bis 2800 kg geliefert worden. Es war mit einem amerikanischen 

Pratt and Whitney-Hornet-Motor von 450 PS ausgerüstet und konnte ausser dem Flugzeugführer und

 dem Bordfunker bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 190 km etwa 200 kg Post mitführen. 

 

 

Für den ersten Katapultflug hatte der Norddeutsche Lloyd einen Stempel zur Verfügung gestellt, 

der neben dem Sonderstempel der deutsch - amerikanischen Seepost abgedruckt werden sollte.



Am 22.Juli 1929 war ungefähr 180 Seemeilen vor New York der Tag gekommen, 

an dem der erste Start des Flugzeuges von Bord erfolgen sollte. Mit insgesamt 6 Sack Post 

wurde das Flugzeug beladen. Der Pilot, Flugkapitän von Studnitz von der Lufthansa, 

und der Funker Kirchhoff, nahmen in der Maschine Platz. Als das Startzeichen gegeben wurde, 

schoss das Flugzeug um l Uhr 5 Minuten mittags über die Bahn. Das riesige Schiff erbebte, 

als die Pressluft zischend entwich. Noch bevor die Zuschauer recht begriffen hatten was vor sich

 gegangen war, flog das Flugzeug über der atlantischen Dünung davon. 

 

Nach einem störungsfreien Flug landete das Postflugzeug "D 1717“ im New Yorker Hafen an der

 Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn. Nach 2 Stunden war die für New York-City bestimmte Luftpostsendung auf dem Hauptpostamt in New York bereits verteilt und schon auf dem Weg zu den Empfängern.

 

Herr Commodore Leopold Ziegenbein,

der Führer des Schnelldampfers Bremen.

 

Ruderhaus der Bremen

 

Leopold Ziegenbein steht seit dem 24.4.1900 in Diensten der Norddeutschen Lloyd. 

Bevor er mit der Bauaufsicht und der Führung des Dampfers Bremen betraut wurde, 

war er Führer des Dampfers "Columbus".

 

 

 In den Folgejahren tummelte sich der damalige Jet-Set in und auf dem schwimmenden Luxushotel.

Von Elly Beinhorn bis Hanna Reitsch, von Max Schmeling und Luis Trenker bis Ernst Udet.

 

Marlene Dietrich auf einer Knucklehead 1943

 

Auch Marlene Dietrich genoss die "first class" der Bremen. 

Bis zu 2277 Passagiere hatten auf dem schnellen Riesen (51 656 Tonnen) Platz. 

 

Norddeutscher Lloyd, Bremen

Vierschrauben-Turbinen-Schnelldampfer Bremen

 

Dann gingen auch auf dem Atlantik die Lichter aus: Weltkrieg Nummer Zwei hatte begonnen -

einen Tag, nachdem die "Bremen" ihre Rückreise aus den USA angetreten hatte. 

Die "Bremen" erhielt auf hoher See flugs einen Tarnanstrich, mogelte sich über den Nordatlantik

 und verweilte dann drei Monaten in dem noch sicheren russischen Hafen Murmansk. 

Dann durchbrach der schwimmende Gigant die britische Seeblockade in der Nordsee

 und traf am 13. Dezember 1939 in Bremerhaven ein. An der Columbuskaje wartete Bremens

 Stolz auf friedlichere Zeiten. Vergeblich, denn dann ereignete sich die banale Ohrfeige...


Ankunft in Bremerhaven


Der knapp 17 Jahre alte Schiffsjunge Adelbert Schmidt soll`s gewesen sein. 

Aus Rache wegen einer Ohrfeige, die ihm ein Matrose verabreicht hatte, steckte das jüngste Besatzungsmitglied den Stolz der Hansestadt an, die legendäre "Bremen". 

Heute vor 62 Jahren versank das brennende Wrack in Bremerhaven.
Adalbert Schmidt fühlte sich ungerecht behandelt und soll deshalb das Feuer gelegt haben. 

Die gnadenlose Nazi-Justiz hat den jugendlichen Täter hinrichten lassen.

 

 

 

Harley-Davidson Factory 1929/1930

 

 Harley-Davidson Factory - Milwaukee, Wisconsin USA 1929

 

Headquarter

 

   

 Walter Davidson, Präsident                William Harley, Schatzmeister

 

    

  William Davidson, Vize-Präsident              Arthur Davidson, Sekretär          

 

Harley-Davidson Motorradproduktion 1929/1930

 

43464 Operationen sind nötig um ein Harley-Davidson Motorrad herzustellen

3622 einzelne Teile sind zur Herstellung einer Harley-Davidson nötig

Wir verkaufen unsere Räder in 116 Länder der Welt

Harley-Davidson Lieferbeiwagen werden in 90 verschiedenen Geschäftszweigen benutzt

Mehr als 2900 Polizeibehörden haben Harley-Davidson Motorräder gekauft

 

Die Fabrik benötigt jedes Jahr:

 

1.000.000 Fuss Stahlröhren

4.800.000 Pfund Stahlplatten und Bänder

800.000 Pfund Messing-Stangen

2.400 Tonnen Stahlstangen

5.000.000 Stahl-Rollenlager

1.500.000 Stahl-Kugellager

 

Wir verbrauchen jeden Monat 475.000 Gallonen Wasser

Der tägliche Verbrauch von Brennöl für die Heißluftöfen beträgt 650 Gallonen

Unser Verbrauch an Kohle für Heizzwecke ist 2.500 Tonnen

Alle Maschinen haben elektrischen Antrieb

 

(Harley-Davidson Broschüre 1929)

 

 Getriebe- und Zahnräder Fertigung

 

Abteilung Funkenflug

 

Zylinderschleifmaschine

 

Lenker-Fertigung

 

Prüfung der Rollenlager

 

Stahlstanze

 

Tanklinierung

 

Endmontage

 

 

 

 

Harley-Davidson Werkspilot Paul Weyres berichtet:

Wie Ihnen bereits bekannt sein wird, starte ich seit 1925 auf einer Harley-Davidson-Sportmaschine

 und habe im Laufe der Jahre sowohl Misserfolge als auch schöne Siege erlebt. 

 

So konnte ich 1934 zum vierten aufeinanderfolgenden Male seit 1931 die deutsche

 Strassenmeisterschaft der schweren Beiwagenklasse gewinnen.

 

1932 und 1933 holte ich in der gleichen Klasse den Grossen Preis der Schweiz, 

1932 beendete ich auch die schwedische Tourist Trophy in Göteborg siegreich, 

dazu kommen eine ganze Reihe schwerer deutscher Rennen, so 1932, 1933 und 1934

 das Eifelrennen auf dem Nürburgring. 

 

 

Bad Aachen

Der Postwagen am Rathaus 1934

 

1934 begann meine Rennsaison sehr verheissungsvoll, 

den mein erster Start war in Spanien beim Grossen Preis von Barcelona. 

Dort fuhr ich im April vorigen Jahres die schnellste Zeit der Seitenwagen, 

und das war für mich ein gutes Omen für die ganze Saison, 

denn wir Rennfahrer sind zum grössten Teil etwas abergläubisch.

 

 Der erste Start im neuen Jahr ist für mich gewissermassen das Barometer. 

Klappt das erste Rennen, so bin ich auch für die Zukunft sehr optimistisch, 

tritt das Gegenteil ein, so folgt Misserfolg auf Misserfolg. 

In meiner Praxis habe ich dies oft erlebt, und so ist für mich der erste Start im Jahr der wichtigste.

 

  

Paul Weyres Karikatur 1934

 

1934 konnte ich drei deutsche Rennen gewinnen, das Eifelrennen auf dem Nürburgring,

 das Marienberger Dreieckrennen in Sachsen und das Hamburger Stadtparkrennen. 

Ich begann also die Saison nicht nur mit einem ersten Preis, 

sondern beendete sie auch mit einem Sieg. 

 

Gleichzeitig errang ich den Titel des deutschen Strassenmeisters der 1000-ccm-Seitenwagenklasse.

Beim Grossen Preis der Schweiz 1934 war ich vom Pech verfolgt, 

denn während meine Maschine beim Training rund 50 Runden gut durchstand, 

ging im Rennen selber schon nach einigen Runden die Oelleitung zu Bruch, 

nachdem ich an zweiter Stelle gelegen war und mich anschickte den führenden Möritz* anzugreifen. 

 

Vielleicht gelingt es mir in diesem Jahr, in Bern wieder besser abzuschneiden,

 denn gerade der Grosse Preis der Schweiz ist das Rennen,

 auf das ich mich die ganze Saison freue und das ich kaum erwarten kann. 

 

Die Schweiz hat ein Sportpublikum, welches man wohl selten in einem anderen Lande findet.

 Ich erinnere mich, als ich 1933 als Sieger die letzte Runde fuhr, an die spontane Begeisterung der Zuschauer, die immer in meinem Gedächtnis haften wird.

 

Paul Weyres 

  (*Josef Möritz aus Müchen auf Victoria, Nürnberg)

 

 

 

Gespräch mit Weyres

Sabotage an Weyres' Maschine

 

Gerade in dem Augenblick als Meister Weyres feststellte, daß das Rennen,

 welches ihm am Sonntag zum drittenmal den deutschen Meistertitel einbrachte, 

leicht sein letztes hätte sein können, trafen wir Ihn beim Montieren seiner Maschine. 

Er reicht uns zwei Stücke Hartgummi, die ihm von den Saboteuren in die Oelzuführung

 gestopft worden waren. 

 

Wenn die Maschine hierdurch gebockt hätte und infolgedessen ins Schleudern gekommen wäre, 

wäre ein Sturz bei dem rasanten Tempo unausbleiblich gewesen. 

Aber bald hat der Mann dort im grauen Monteuranzug die Gemeinheit vergessen.

 Tatsächlich, dieser Mann hat Nerven. Er erzählt von seinen bisherigen Rennen und Siegen

 und im Nu ist die Sprache auf das letzte große Rundstreckenrennen in Bern gekommen, 

in welchen er bekanntlich auch siegte. 

Er brachte dabei u.a. Fahrer wie Europameister Möritz und Dürr zur Strecke.

 

Stundenlang könnte man mit dem Meister über dieses und jenes reden.

 

Ein Händedruck, ein Glück und Siegeswunsch, und schon wird der deutsche Meister

 von seinem kleinen Töchterchen mit den Worten:

 "Papi, essen kommen!

 an den Mittagstisch zitiert. 

 

 

Pauls Töchterchen Margot, 

vor dem Chevrolet Convertible & dem HD-Race-Bike-Trailer

 

 

"My first Bike"  -  Margot Weyres 1935

 

 

 

Die goldene Plakette der Stadt Aachen für den Meisterfahrer

 

Aachen ehrt Paul Weyres

 

Paul Weyres, der Sieger von Hamburg, hielt gestern seinen Einzug in Aachen. 

Seine Sportfreunde hatten zu seiner Begrüßung an der Stadtgrenze Aufstellung genommen. 

Die dunklen Wolken, die gegen Abend den Himmel bedeckten, hatten das große Publikum abgehalten,

 sich bis zu den Fasnir-Werken hinauszuwagen. In der Stadt selbst aber waren die Bürgersteige der Strassen, durch die der blumenbekränzte Meisterfahrer, im Auto stehend, seinen Weg nahm,

 von begeisternten Zuschauern dicht besetzt.

 

Kurz nach 18 Uhr ging ein Ruck durch die erwartungsvollen Zuschauer an den Fasnir-Werken.

 Aus Richtung Haaren kam eine Reihe Automobile in Sicht. Im ersten Auto saß mit lachendem Gesicht

 Paul Weyres. 

Begrüßung, Glückwünsche, Blumensträuße, (an erster Stelle gratulierte die glückstrahlende Gattin) 

und dann setzte sich die nunmehr zirka 25 Wagen starke Autokolonne in Bewegung. 

Ueber die Jülicher Straße, Alexanderstraße, Großkölnstraße führte der Weg zum Marktplatz. 

Besonders stark war der Beifall an der Ecke Peliserkerstraße, an der Wohnung Weyres', 

wo eine Reihe seiner Freunde Aufstellung genommen hatte. 

Auf der Rathaustreppe wurde Weyres von Bürgermeister Dr. Lürken feierlich willkommen geheißen. 

Die Stadtverwaltung - so führte Dr. Lürken aus - habe den Meisterfahrer Paul Weyres, 

der nunmehr zum vierten Male hintereinander die Deutsche Meisterschaft in der 1000er Seitenwagen-Klasse erlangt habe und die Stadt Aachen nicht nur auf vielen deutschen Rennen,

 sondern auch im Ausland oft würdig vertreten habe, eine Ehrung zugedacht, 

wie sie nur wenige um ihre Vaterstadt verdienten Männer zuteil geworden sei. 

Mit den herzlichsten Glückwünschen überreichte er Weyres die

goldene Plakette der Stadt Aachen, 

die bisher nur Prof. Junkers, Herr Wienen und Münzenberg besitzen.

 

 

Nicht zu vergessen sind hierbei auch andere Aachener "Kämpen des Lenkers" wie:

Adam Schumacher, Peter Vise, Hein Beckers, Jupp Pütz, Robby Jecker und Peter Schumacher

sowie Josef und Peter Allemand.

 

 

 

Großer Preis von Spanien in Barcelona 1934

200 000 Zuschauer

1. Platz

Paul Weyres, Aachen

Harley-Davidson

 

Paul Weyres' größter Sieg -  auf dem Weg zur Siegerehrung in Spanien 

 

"Mein größter Sieg ?  - 

  nun das war 1934 im Großen Preis von Spanien, als ich mit meiner 1000er-Harley-Davidson-Beiwagenmaschine der Weltelite davonbrauste."

(Paul Weyres in einem Interview 1956)

 

"El side-carista aleman P. Weyres, enyos entrenamientos con su side a articulacion

libre han causadogran impresion"

(Motorismo: Ante el II Gran Premio Barcelona 1934)

 

 

The Harley-Davidson Enthusiast June 1934 Page 4

 

 

Paul Weyres, Aachen, Germany riding his Harley-Davidson in victory in the 1000 c.c. 

Class of the Grand Prix at Barcelona, Spain. He established a new record for the course

(Harley-Davidson Enthusiast, July 1934 - Page5)

 

Dem Sieger von Barcelona

Aachen ehrt Paul Weyres

 

"Fremd und allein in einer Stadt, in der er noch nie war und kein Wort verstand

 (sein Beifahrer war ein 16 jähriger Spanier) ging er ins Rennen, 

an dem sich in seiner Beiwagenklasse sechs Nationen beteiligten.

 Trotz dieser Konkurrenz durchfuhr er die 3,5 Kilometer lange Strecke,

 die rings um das Ausstellungsgelände geht und fünfzehnmal zu durchfahren war,

 in neuer Rekordzeit!

  Trotz den Haarnadelkurven, wo er gezwungen war den ersten Gang einzuschalten,

 erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu 80 Kilometer!

 Mit seiner Beiwagenmaschine fuhr er dabei schnellere Runden als Fahrer der Soloklasse!"

 

 

 

 

The Fastest Road Model Ever Offered by Harley-Davidson!

 

 

"Just the motorcycle for the Rider  who simply must have the fastest thing on wheels"

 

"The magic words "two cam" mean exceptional speed and tremendous power" 

 

(from: "The New Harley-Davidson Two Cam Twin" Brochure)

 

 

 

Extra! Extra! All about the New 

2-Cam Harley-Davidson Solo

 

 

Looky, Looky at this new 2-cam Harley-Davidson special solo motorcycle!

The same principle of motor that has won laurels in hillclimbing and racing - the motor that has made motorcycle competition history. Now you solo spinners can buy these "extra super" Harley-Davidsons.

 

 

The soup glands !

A peaceful looking pair, this set of cams and gears, but just you put 'em in action

in one of the new 2-cam Harley-Davidson solo jobs - and oh ! boy ! what a difference.

They dig up the horse power faster than you can use it. You just hang on and burn up the

geography when you saddle one of these untamed Milwaukee mustangs.

 

The works !

 

Open faced view of  "what makes 'er gallop." 

Here you see how the 2-cams fit in the gear train and how the roller 

mounted lifters act directly on the lobes of the cams.

No lost motion here.

Everything designed and built fot highest efficiency. Want one, boys ?

I'll say you do - who wouldn't ?

 

 

(The Harley-Davidson Enthusiast November 1927)

 

 

 

Paul Weyres auf Harley-Davidson "Two Cam"

 

Er war einer der ganz wenigen Profis, 

die Ihren Sport mit Hingabe und großem Zeitaufwand betrieben.

 

Werkzeug immer griffbereit 

 

Bleibende Erinnerungen an die großen Siege 

vor siebzig Jahren sind leider selten.

In einer der Schreckensnächte des 2. Weltkrieges 

sind nahezu alle Pokale und Medaillen verbrannt.

 

Paul Weyres # 1 in Germany 1932

 

"Vater hat immer geglaubt, in Aachen gäbe es keine Bombenangriffe", 

bedauert seine Tochter,

"und deshalb hat er seine Medaillen und Pokale nicht in Sicherheit gebracht."

 

Übrig blieben nur ein Album mit wirklich schönen Fotos und ein paar Erinnerungsstücke.

 

Paul Weyres Autogrammkarte von 1931

 

"for Lady's only"

 

 

Beim Eifelrennen am Nürburgring

 

3. Juni 1934

200 000 Zuschauer an der Nordschleife

Nach 7 Runden - 159,67 km - 1:51:53 -  (85,5 km/h)

gewinnen Paul Weyres und sein Schmiermaxe Schreiber

die Klasse Seitenwagen-Motorräder bis 1000 ccm

 

Noch schneller - mit verchromten Tank 

 

Mehr Kilometer - mit separatem Öltank (Fast Freddie 1935*)

 

 Fred - Neffe von Schmiermaxe Josef Allemand

auf Onkel Paule's Rennmaschine

 

 

 

 

 

 

 

Paul Weyres beim Eilenriederennen 1935 in Hannover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Werksfahrer im original Everdry Rainsuit 11095X

 

Paul Weyres mit Startnummer 1 auf HD-Knucklehead 1937 (Eilenriede/Hannover) 

 

Paul Weyres und sein Knucklehead-Renngespann 1937

 

Anmerkung:

Unfälle, wie der Todessturz des Wesselinger Gespanns Schneider/Handelshauser

 beim Solituderennen 1936, 

die tödlichen Unfälle der Gespann-Elite Albert Schneider (Düsseldorf), Toni Babl (Miesbach), 

Karl Braun (Karlsruhe) bei anderen Rennen in Deutschland in den Jahren 1936/37 

und der schwere Unfall von Bock/Jerger beim Solitude-Rennen 1937 waren für die ONS der Anstoß, 

die Seitenwagenrennen innerhalb des "deutschen Reiches" ab 1938 ganz zu verbieten!

 

 

 

Camping im Fahrerlager   *   Paul Weyres  mit Töchterchen Margot 

 

 

 

Paul Weyres Ergebnisliste 1925 bis 1939

Die Erfolge von Paul Weyres werden ständig durch neue Photos,

Berichte, Zeiten und Plazierungen  ergänzt.

 

Harley-Davidson Enthusiast February 1926

Paul Weyres, Aachen, Germany, winning the Great Price of the Stolzenfels. 

The wide and winding Rhine is in the background.

 

 

 

 

 

1. Platz

Internationale Deutschland-Fahrt 1925

 1000 ccm

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

A.D.A.C. Eifel-Rennen 1925

18./19.06.1925

9 x 33,2 km

 Seitenwagen 1000 ccm

 

1. Platz

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson 4:56:12

 

2. Platz

Palm, Köln - Harley-Davidson 5:52:10

 

 

 

 

1. Platz

Eifelrennen 12./13.06.1926

 Seitenwagen 1000 ccm

Peter & Friedrich Vise, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Grosser Preis der Opel-Rennbahn 1928

 1000 ccm

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

Meisterschaftslauf auf dem Nürburgring 

September 1929

 

Marx-Trier (98) auf BMW, siegte nach einem erbitterten Zweikampf 

mit Weyres-Aachen (90) auf Harley-Davidson in der Klasse bis 1000 ccm

 

Es ist eigentlich sonderbar, beinahe 6 Wochen haben wir ununterbrochen schönstes 

Sommerwetter und ausgerechnet wenn ein Nürburgringrennen ist, dann regnet es die 

ganze Nacht durch und morgens ist es neblig und diesig.

Dazu kam noch eine schlechte Vorpropaganda, so daß nur wenige Hundert Zuschauer da waren. 

Das war eigentlich sehr schade; denn es wurde sehr scharf gefahren und schwer um die 

Spitzenführung gekämpft.

Mit großer Spannung wurde das um 1.30 Uhr beginnende Rennen der Lizenzfahrer über

25 Runden erwartet, da die 500er und 1000er-Klasse um den 7. Lauf der deutschen 

Kraftrad-Meisterschaft starteten. 

Während des ganzen Rennens gab es spannende Kämpfe, einmal war es Paetzold-Zündorf, 

einmal Weyres-Marx, welche übrigens ein ganz bravouröses Rennen fuhren 

und rundenlang selten mehr als 20 m auseinanderlagen. 

In der Motorradkurve schleiften die Trittbretter und heulten Auspuffrohre und Fußraster, 

so scharf wurden die Maschinen in den gefährlichen Halbkreis "gedrückt". 

 

Das Motorrad No. 38

Berlin, 21. September 1929

 

2. Platz

bis 1000 ccm

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

 

Grosser Preis von Deutschland 1930

 

Nürburgring

 

Erster Einsatz der 750 ccm OHV

 

Schon in der ersten Runde hatte Weyres Kerzendefekt, 

und auch kurz vor Beendigung des Rennens mußte Weyres noch einmal 

bei km 5,6 vom Rad um einen kleinen Schaden zu beheben.

 

 

Erster Einsatz: Nürburgring 1930

 

Aber es kam bei Weyres nicht darauf an, im Schnelligkeitsrekord den Sieg zu holen, sondern in einem starken Rennen die neue 750er Harley zu erproben, um der amerikanischen Fabrik den Qualitätsbericht zu geben.

 

 

3. Platz

Klasse D-E 

 nicht über 1000 ccm

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson 750 OHV

15 Runden  - 424,5 km

4:41:17,3  (90,9 km/h)

 

 

 

 

Grosser Preis von Europa

für Motorräder

Spa-Francorchamps, Belgien

Kategorie 500 ccm

13. July 1930

 

Das Motorrad  # 30 vom 26. Juli 1930:

 

"bei dem diesjährigen Großen Preis war Deutschland außer durch die kleine DKW 

nur durch Weyres-Aachen auf Harley-Davidson vertreten, aber dieser Fahrer konnte die deutschen 

Farben nicht erfolgreich vertreten. Zuerst wurde er beim Start angefahren und verlor durch das 

Abmontieren des verbogenen Kippständers kostbare Minuten, dazu schied er nach der Hälfte 

des Rennens wegen Motorschadens aus."

 

 

Das Motorrad bzw. Ziv.Ing. Eduard Voigt schreibt hier als Bildunterschrift:

"Weyres - Aachen zeigt, das seine Maschine gut auf der Straße liegt."

 

  

 

Paul Weyres' Harley-Davidson Factory Special 30.50 (500cc) Road Race Machine

 

 

 

 

ADAC-Eifelrennen

Nürburgring 

20. Juli  1930

Südschleife 7,8 km

208 km

 

 

5. Platz

Paul Weyres, Aachen

Harley-Davidson 500 ccm

 

(2:31:10)

 

Weyres-Aachen in seiner Klasse plaziert

(Echo der Gegenwart, Aachen  21. Juli 1930)

 

 

 

 

 

 

Internationales Klausenpaß-Rennen

Schweiz

9. und 10. August 1930

 

 

2. Platz

Paul Weyres, Aachen

Harley-Davidson DAR 750 ccm

(19:14:20)

 

Auf der kurvenreichen Strecke von 21,5 km Länge mit 1273 m Höhendifferenz, 

6,21 vH durchschnittlicher und 8,5 vH maximaler Steigung fand in diesem Jahre 

das VIII. Klausen-Rennen mit 166 Meldungen aus acht verschiedenen Ländern statt. 

Die tadellose Straße mit teilweise gepflasterten Kurven kann vom fahrtechnischen Standpunkt 

aus und im Hinblick auf ihre unvergleichliche Maturschönheit als reizvollste europäische 

Bergrennstrecke mit vollem Recht bezeichnet werden. 

Dazu kommt die Internationalität der Veranstaltung, bei der die Deutschen reichlich vertreten sind.

 

Am Sonnabend vormittag wurden die Räder in Linthtal abgenommen und um 2 Uhr begann 

dort auch bei Regen und - auf der Paßhöhe sogar Neuschnee - das Rennen.

 

Bei den 1000er Seitenwagen fuhr eine Universal mit schlechter Zeit im Alleingang,

 da beide noch gemeldeten Harley nicht starteten.

 

In der 750er Klasse siegte Rüttchen auf NSU vor Weyres-Aachen auf Harley,

 mehrere Scotts, der Neander von Wachter-Freiburg, sowie je einer Moser und BSA.

 

Ceresole, der bisherige Rekordmann erreichte mit der 1000er Harley seine letztjährige Zeit nicht.  

 

(Das Motorrad No. 34 - 23. August 1930)

 

 

 

 

AVUS-Rennen

26. bis 28. September 1930

 

B.Z. am Mittag,  Freitag 26. September 1930

Photo: Weyres (Aachen) auf der Avus

 

Paul Weyres 

& the one-of-a-kind DAR-Roadracer

 

"Im Morgengrauen nutzten die Rennfahrer die Einsamkeit der Avus für ihre 

Vorbereitungen zu den Kämpfen aus"

 

 

 

 

D.M.V. Avus-Rennen

um den B.Z.-Preis

 

Lautsprecher und Anzeige-Tafeln / Rudelstarts / Farbige Westen

 

Der Veranstalter des großen Internationalen D.M.V. Avusrennens um den Preis 

der "B.Z. am Mittag" hat alles aufgeboten, um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, 

den Verlauf der einzelnen Rennen in jeder Phase genau zu verfolgen. 

Die Resultate und besonderen Vorkommnisse werden schnellstens durch besonders 

starke Lautsprecher der Firma Siemens u. Halske übermittelt, und zwar wird jede 

Nachricht nach Möglichkeit dreimal gegeben, um überall vernehmbar zu sein. 

Die Rennbesucher sollen insbesondere über sich verzögernde oder ausgeschiedene Fahrzeuge, 

Art und Ursache der Störung, evtl. Fortsetzung der Fahrt, Monzagearbeiten usw. in Kenntniss 

gesetzt werden und den jeweiligen Stand des Rennens übermittelt erhalten. 

Dadurch wird den Zuschauern auf allen Plätzen ein intensives Miterleben des gesamten, 

sich auf die Bahnlänge von rund 20 Kilometer verteilenden Rennverlaufs möglich.

 

In der Nordschleife befindet sich ein großes Tableau, das jeweils den Stand in den 

einzelnen Klassen nach den einzelnen Runden der ersten vier Fahrer bekanntgibt. 

Der Start der beiden Rennen erfolgt in der Weise, das die schweren Maschinen im Rudel 

zuerst starten, ihnen schließen sich im Abstand von je einer Minute die nächst niedern Klassen an. 

 

Die wilde Jagd, die gleich nach dem Start einsetzen wird, würde das Bild für die Zuschauer völlig unübersichtlich machen, hätte der Veranstalter nicht die sinnreiche Einrichtung farbiger 

Westen mit großen, darauf gemalten Rückennummern getroffen. Die vollkommen den 

Oberkörper bedeckenden Westen haben für die schweren Maschinen bis 1000 ccm weiße 

Grundfarbe und schwarze Rückennummern; die Fahrer der Klasse bis 500 ccm bzw. 600 ccm 

der Beiwagen, tragen gelbe Westen mit schwarzen Rückennummern, die 350 ccm Klasse grüne 

Westen mit weißen und die 250 ccm Klasse weinrote Westen mit ebenfalls weißen Rückennummern.

 

(B.Z. am Mittag * SPORT * 26. September 1930)

 

 

 

 

 

Internationales

DMV-Avus-Rennen

um den

Großer Bäderpreis von Deutschland

26. bis 28. September 1930

 

Sonntag, den 28. September 1930

 

100 000 Zuschauer

 

Als erstes wurden die Beiwagen-Rennen gestartet. Die 1000er Klasse ging zuerst los und 

hier gab es einen äußerst erbitterten Kampf zwischen dem Harley-Fahrer Weyres-Aachen, 

der gleich die Spitze nahm und dem von einem früheren Avussieg bekannten Kürten-Düsseldorf 

auf Tornax, der über die ganze Distanz ging. Erst im letzten Augenblick konnte Kürten mit 

2/10 Sekunden Differenz den Sieg für sich entscheiden.

 

 

Die Sieger der Beiwagen-Rennen 

von links:  Kahrmann-Fulda auf 500-ccm-Horex-Sturmey-Archer (30), 

              Kürten-Düsseldorf aud 1000-ccm-Tornax-Jap (7),

            Heyer-Krefeld auf 350-ccm-AJS (38).

             (Paul Weyres auf dem Bild hinter Kürten)

 

 

(Das Motorrad No. 40 - 4. Oktober 1930)

 

 

 

 

Rund um Schotten 1931

30 000 Zuschauer

 

Meisterschaftslauf der Lizenzfahrer

bis 1000 ccm

1. Platz

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

Links steht Paul Weyres mit dem Kranz der

Ihm nach Verlauf des Rennens "Rund um

Schotten" präsentiert wurde.

 

Bei Sportveranstaltungen die während der letzten paar Monate in verschiedenen Weltteilen abgehalten wurden, hat sich die Harley-Davidson Maschine wieder als das beste Motorrad der Welt bewährt.

In Deutschland z.B. ging Paul Weyres mit seiner 1000 ccm Harley-Davidson als erster durchs Ziel

bei dem "Rund um Schotten" Rennen.Die Rennstrecke betrug 210 km, und Herr Weyres 

war während des ganzen Rennens an der Spitze.

Dies war das erste Mal, dass sich ein Harley-Davidson Motorrad an diesem Rennen beteiligt hatte, 

und 25000 bis 30000 Zuschauer beobachteten wie Harley-Davidson in der 1000 ccm Klasse den Sieg davontrug. Staatsminister Hesse und der Präsident des Motorsport Komitees gratulierten dem

 Sieger nach Verlauf des Rennens. Weyres hofft noch mehr Lorbeer-Kränze mit seiner treuen Harley-Davidson zu gewinnen.

 

(The Harley-Davidson Enthusiast September 1931 German)

 

 

Beiwagenrennen bis 1000 ccm

2. Platz

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

(nach Sturz) 

 

 

 

4. Platz

9. Schleizer Dreiecksrennen 

23. August 1931

120 000 Zuschauer

 

Mit 105er Runden stürmte Rüttchen als Führer der 1000er Klasse auf NSU davon. 

Hinterher jagen, nicht viel langsamer, Krtatz - Ober-Ohmen auf 750 ccm BMW und 

 

Weyres auf einer 1000 ccm Harley alten Formates. 

Aber diese Harley, wechselseitig gesteuert, war schnell!

 

Hinter Rüttchen, als den Anführer der 1000er Klasse spielen sich erbitterte Kämpfe zwischen der 

Harley Weyres' und den 750er BMW-Maschinen unter Brütsch, Kratsch, Roese und Teich ab.

(Das Motorrad Nummer 35/29.8.1931)

 

4. Platz

Paul Weyres, Aachen

140:51,6

(nach Sturz auf regennasser Piste) 

 

 

 

2. Platz

Internationales DMV-Avus-Rennen 1931

100 000 Zuschauer

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

2. Platz

Sachsenring

6. September 1931

 

In der 1000er Klasse gab es schwere Konkurrenz. 

Sonntag-Neu-Oelsnitz brachte eine recht schnelle 750er O.D.-Jap mit, 

Weyres-Aachen kam mit der alten 1000er Harley-Sport mit wechselseitig gesteuerten Ventilen 

und - Pendelseitenwagen! 

Eine raffinierte Sache, wenn sich so ein pendelndes Gespann in die Kurve legt, 

aber offensichtlich sehr schwer zu fahren und mit einiger Skepsis und Vorsicht zu genießen. 

Überzeugend sieht die Sache noch nicht aus. 

Die nasse Straße war anscheinend für das Pendelgespann wenig geeignet. 

Gleichwohl hätte Weyres den ersten Platz belegen können, wenn er nicht 40 Sekunden 

am Start verloren hätte, weil seine Maschine nicht ansprang.

 

1. Platz

59:12 = 87,1 km/h

 

2. Platz

Paul Weyres, Aachen

Harley-Davidson mit Imperia

59:15,4

 

 

 

1. Platz

Deutsche Seitenwagen-Meisterschaft 1931

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

2. Platz

Avus-Rennen Mai 1932

1:18:41,4 (120,0 km/h)

 

 

Das internationale DMV-Avusrennen um den Großen Preis der Stadt Berlin hat mit

 215 Nennungen abermals ein ungeheueres Interesse gefunden. 

Als am 6. Mai die Avus fünf Stunden lang für das Training der Motorradfahrer gesperrt war, 

entdeckte man sehr bald, das fast alle Maschinen "etwas drauf" bekommen hatten.

 

Das Beiwagenrennen

 

Dieses Rennen stellte den ersten Lauf der Deutschen Meisterschaft dar, 

zu dem die stattliche Anzahl von 50 Nennungen einging. 

Abgenommen werden konnten 37 Maschinen und ebenso viele gingen auch ins Rennen, 

das über 8 Runden führte.

Hier waren die Kämpfe in den einzelnen Klassen schonn erbitterter, t

rotzdem blieb aber noch nicht einmal ein Drittel auf der Strecke; 16 Fahrer schieden aus. 

In der Klasse G (bis 1000 ccm) rangen der führendeTheo Schoth, der Sieger des Vorjahres 

in der gleichen Klasse, und Heinz Kürten hart um die Siegerpalme, 

für die sich auch Weyres stark interessierte. 

Als die Spitzenreiter in dieser Reihenfolge in die Schlußrunde gingen, glaubte man 

nicht mehr an Positionsänderungen. Zur Überraschung aller aber folgte auf Schoth, 

der in blendender Manier das Rennen nach Hause fuhr, 

beim Eingang in die Nordkurve Kürten in nur noch langsamer Fahrt, 

so das Weyres ihn noch abfangen und auf den dritten Platz verweisen konnte.

(Motor und Sport * Heft 20 *  15. Mai 1932) 

 

 

 

Here you see Messrs. Weyres and Stoll with their Harley-Davidson on the Avus Race Track in Berlin.

Mr. Weyres won first place int the race and Mr. Stoll fourth place competing against 15 riders. 

(The Harley-Davidson Enthusiast July, 1932)

 

Paul Weyres, Aachen  

Harley-Davidson

Startnummer 4

 

Kurt Stoll, Stolberg

Harley-Davidson

Startnummer 9

 

Beinah' hätt' ich dich anjestrichen,

wenn mich bloß nicht immer der zweite Jan herausjesprungen wär`.

(Kurt Stoll)

 

 

 

1. Platz

Hannover-Eilenriede 1932

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Schwedische Tourist Throphy Göteborg  1932

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Grosser Preis der Schweiz, Bern 

30. Juli 1932

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

Startnummer 21

 

(The Harley-Davidson Enthusiast September 1932)

 

 

 

1. Platz

Eifelrennen Nürburgring 1932

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

Here is a section of the famous Nürburgring, Europe's largest racing course.

In the foreground part of the track ca be seen, and in the background is the Nürburg, a famous castle.

It was on this track that Paul Weyres, Harley-Davidson Racing-Star, 

became German sidecar race champion in 1931.

Mr. M. G. Molsberger, of the Coblenz Harley Club is shown in the photo.

 

(The Harley-Davidson Enthusiast, October 1932)

 

 

 

 

1. Platz

Deutsche Seitenwagen-Meisterschaft 1932

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Grosser Preis der Schweiz, Bern  

1. Juli 1933

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

 

 

ADAC Eifelrennen 1933

 

Start der Motoräder 

(ADAC Motorwelt Nummer 23 9. Juni 1933)

 

1. Platz

Eifelrennen Nürburgring 1933

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Deutsche Seitenwagen-Meisterschaft 1933

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Grosser Preis von Spanien, Barcelona 

22. April 1934

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

The Harley-Davidson Enthusiast June 1934 Page 4

 

 

 

 

Marienberger Dreiecksrennen

Deutsche Straßenmeisterschaft

 

6. Mai 1934

 

120 000 Zuschauer

 

Beiwagen-Sieger trotz Sturz

 

 

In der Tausenderklasse kommt Weyres-Aachen mit seiner Harley als Erster 

aus der ersten Runde mit einem Durchschnitt von 107,8 Stdkm. zurück. 

Aber bald ist der mehrmalige Europameister Möritz-Viktoria an ihn heran. 

Ein harter Zweikampf setzt ein mit wechselnder Führung. 

Schließlich bleibt Weyres vorn. 

Da gibt er im Scheitelpunkt der gefährlich anstrengenden Kurve in Wolkenstein, 

da wo ein spitzer Winkel des Dreiecks ist, zu früh Gas. 

Es haut seine Maschine auf dem Pflaster herum, der Beifahrer fliegt im hohen Bogen heraus 

und gegen die Strohverkleidung eines Hauses, der Fahrer muß über die Lenkstange heraus zu Boden. 

Aber Weyres hat sich nur Daumen und Ellenbogen verstaucht, sein Schmiermaxe etwas unsanft 

das Kinn "rasiert". Schnell auf und weiter.  

Und strahlend steht der Rheinländer dann als Sieger mit 102,3  Stdkm. am Ziel. 

Den Vorsprung den er vor Möritz hatte, reichte aus, 

un trotz des Zwischenfalls noch als Erster anzukommen.

 

1. Platz

Paul Weyres, Aachen

Harley-Davidson

1:21:01,1

102,3 km/h

 

3. Platz

Kurt Stoll, Stolberg/Rh.

Harley-Davidson

1:24:08,3

 

(BZ am Mittag - Montag 7. Mai 1934)

 

 

 

 

1. Platz

Hamburger Stadtparkrennen 

30. September 1934

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

Meisterschaftslauf 

Seitenwagen bis 1000 ccm: 

 

25 Runden - 150 km

 

1. Weyres-Aachen auf Harley-Davidson 1:43:58,0 = 86,6 km/Std.

2. Kürten-Düsseldorf auf Tornax 1:45:24,0 = 85,4 km/Std.

3. Stoll-Breinig auf Harley-Davidson 1:51:15,3.

 

Deutscher Seitenwagenmeister 1934

Paul Weyres, Aachen - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Eifelrennen Nürburgring 1934

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

Deutsche Seitenwagen-Meisterschaft 1934

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

2. Platz

Großer Preis von Deutschland

Avus, Berlin

Motorräder mit Seitenwagen

8 Runden = 157,415 km

Klasse G (nicht über 1000 ccm)

Nr. 102 Paul Weyres, Aachen (Harley-Davidson)

1:17:24,1  (122.02 km/h)

 

 

 

3. Platz 

Deutsche Meisterschaft 1935

Gespanne bis 1000 ccm

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

1935 wurden bei den Gespannen sechs Meisterschaftsläufe ausgetragen.

Die Gespannfahrer brauchten, um gewertet zu werden, nur insgesamt vier Rennen zu fahren, 

nämlich zwei Berg- und zwei Straßenrennen. Es blieb den Fahrern überlassen, 

alle Meisterschaftsläufe zu fahren. Gewertet wurden nur die 4 besten Ergebnisse.

 

Paul Weyres aus Aachen auf Harley-Davidson der in Hockenheim den 4., 

in Schleiz den 2., in Freiburg den 4. und am Feldberg den 3. Platz belegte 

wurde 3. der deutschen Meisterschaft.

 

 

 

2. Platz

Solitude-Rennen 1935

Gespanne bis 1000 ccm - 8 Runden - 93 km

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

4. Platz

Schauinsland-Bergrennen Freiburg 

 

Großer Bergpreis von Deutschland 1935

 

Gespanne bis 1000 ccm

12 km

 

1.

Toni Babl

Miesbach

Douglas

74,8 km/h

2.

K. Braun

Karlsruhe

Horex

73,0 km/h

3.

H. Schumann

Nürnberg

NSU

72,2 km/h

4.

Paul Weyres

Aachen

HD

72,0 km/h

 

 

Stadtwald-Rennen Köln 1935

Seitenwagen bis 1000 ccm

 

1. Platz

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

2. Platz

Kurt Stoll, Breinig - Harley-Davidson

 

 

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson (91)

 

Frau Weyres     *     Paul Weyres (91)   *   Kurt Stoll (92)     *     Frau Stoll

 

 

 

 

1. Platz

Hohensyburg-Dreiecksrennen 1935

Motorräder über 500 ccm

29:40,2

108,5 km/h

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

"Kampflos verlief das Rennen der 1000 ccm-Klasse, 

das sich Weyres-Aachen (Harley) einmal mehr sicherte"

(Das Motorrad Nummer 35 - 31.08.1935)

 

1. Platz

Hohensyburg-Dreiecksrennen 1935

Seitenwagen über 600 ccm

32:20

100,0 km/h

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

"Weyres, der bestimmt erstklassig fuhr, war dieser Sieg dann nicht zu nehmen, 

mit nicht weniger als 100 km/h ging er über das Band"

(Das Motorrad Nummer 35 - 31.08.1935)

 

 

 

3. Platz

Internationales Feldbergrennen 1935

Seitenwagen bis 1000 ccm

87,90 km/h

Paul Weyres, Aachen  - Harley-Davidson

 

 

 

1936

 

Eilenriede-Rennen bei Hannover

Solitude-Rennen Stuttgart

Eifelrennen Nürburgring

Kesselberg-Rennen (28.06.)

Großer Bergpreis von Deutschland Freiburg (30.8.)

Schleizer Dreiecksrennen (6.9.)

Marienberger Dreiecksrennen (4.10.)

 

 

 

Eilenriede-Rennen bei Hannover

April 1936

 

Weyres und Stoll beim Durchfahren der Kurve am Steuerndieb.

Beide auf Harley und beide mit Pendelseitenwagen.

 

"Weyres übersteuerte sein Gespann in einer Kurve, tat sich aber nichts"

 

"Stoll auf einer Harley mit seiner Frau im Beiwagen wurde Sechster."*

 

 

 

 

Ingeborg Stoll

 

 

Von links: Josef Allemand (ehemaliger HD-Schmiermaxe bei Peter Vise und Paul Weyres)

mit Kurt Stoll und Tochter Ingeborg bei einer Siegerehrung 1948

 

The first female passenger at the TT
(1954 and 1957)
was Inge Stoll-Laforge,
chairing for Frenchman Jacques Drion.

 

Die Tochter der Harley-Davidson Gespann-Eheleute Stoll aus Breinig (Aachen), 

Ingeborg (Inge) Stoll fuhr mit dem Franzosen Jaques Drion von 

1952 bis 1958 auf Norton in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft.

 

Plazierungen:

5.

1952

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

3.

1953

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

7.

1954

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

4.

1955

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

11.

1956

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

9.

1957

Drion,Jacques

Stoll,Inge

F/D

 

Beim WM-Lauf am 24. August 1958 in Brünn verunglückten beide tödlich

 

 

she was under turnover maschine died at once

 

Jacque Drion (Side - pilot)

FRA

24. 8. 1958

(v rychlé zatáčce za Žebětínem nezvládl stroj, mrtev po převozu do nemocnice)

Inge Stoll (Side - spolujezdkyně)

GER

24. 8. 1958

(spolujezdkyně Driona, zůstala pod převráceným strojem, mrtva na místě)

 

 

3. Platz

Solitude-Rennen 17. Mai  1936

160 000 Zuschauer

11,6 km

Seitenwagen bis 1000 ccm  (92,3 km/h)

Paul Weyres und Schmiermaxe Zimmermann, Aachen 

Harley-Davidson

 

....aber gerade hier geschah das Unglück,

 das einen schweren Schatten über den sonst so großartigen Tag des Motorsports auf der Solitude warf. Schneider-Weßling und sein Beifahrer Handelshauser überschlugen sich beim Überholen

 und die Maschine stürzte in die Zuschauer und riß dabei noch einen Mann mit sich. 

Fahrer und Beifahrer erlagen kurz darauf ihren schweren Verletzungen.

 

Aber das Rennen geht weiter und nachdem zuerst Schumann auf NSU vorn gelegen hat,

 kommt in der dritten Runde Braun auf der Horex auf übernimmt die Spitze. 

Babl hat inzwischen den Startvorsprung der 1000 ccm-Klasse aufgeholt

 und liegt unmittelbar hinter Braun, den er in der sechsten Runde überholt. 

Schon sieht es so aus, als ob Braun für sein Pech in der Eilenriede entschädigt werden soll,

 da wird sein Motor in der letzten Runde langsamer und Schumann gewinnt diesen Lauf

mit großer Überlegenheit. Braun muß auch noch alle anderen an sich vorbeigehen lassen

 und wird nur Sechster. Pech. 

 

Sehr sauber und zuverlässig wie immer Paul Weyres mit dem alten Harley-Pendelgespann. 

Wenn man so sieht, wie er elegant durch die Kurven geht und wie die anderen am Lenker zerren müssen,

 wie dabei die Gabeln den wahnsinnigsten Beanspruchungen ausgesetzt sind, 

fragt man sich doch immer wieder, 

wieso nicht mehr Pendelgespanne laufen. Es sieht doch so absolut vernünftig aus!

 

(Das Motorrad Nr. 21 vom 23. Mai 1936)

 

 

 

3. Platz

Rund um Schotten 

19. Juli 1936

Seitenwagen bis 1000 ccm

53:01  (91 km/h)

Paul Weyres, Aachen 

Harley-Davidson

 

(Das Motorrad Nr. 30  vom 25. Juli 1936)

 

 

 

1. Platz

GP der Schweiz in Bern 

6. Juni 1936

Seitenwagen bis 1000 ccm

 

Paul Weyres, Aachen 

Harley-Davidson

 

 

 

1. Platz

GP der Schweiz in Bern 

4. Juli 1937

Seitenwagen bis 1000 ccm

 

Paul Weyres, Aachen 

Harley-Davidson

 

 

 

Umstieg auf die Neander Fahrmaschine 1938

 

Der Einbau seines Harley-Davidson-Knucklehead Motors in eine Neander Fahrmaschine

war auch gleichzeitig der Einstieg im Rennstall von Neumann-Neander. Das 1000 ccm 

ohv-Triebwerk leistete im Alkoholbetrieb gut 60 PS und war somit eine solide Motorisierung

 für die nur 270 kg leichte Renn-Fahrmaschine. Paul fuhr einen klassischen Monoposto mit 

freistehenden Rädern und mitlenkenden Korflügeln.

 

Paul und seine "Rennwanze"

Grosser Preis von Deutschland 

24.07.1938 Nürburgring

 

Startnummer 24 

Rund um Schotten

10.07.1938

Startnummer 23

Hamburger Stadtparkrennen

7.05.1939

 

21. Mai 1939 Nürburgring

 

Startnummer 54 Friedrich Dilthey (IY 251655)

Startnummer 46 Paul Weyres

21. Mai 1939 Nürburgring

 

Startnummer 134

Wiener Höhenstrasse

11.06.1939

 

Grossglockner 6. August 1939

 

 

 

Thomas Trapp und seine Weyres-Neander-Knuckle Fahrmaschine

 

       

 

Ein hervorrgendes Buch über den Künstler, Konstrukteur und Motorradbauer Ernst Neumann-Neander.

 

Vielen Dank Thomas 

 

The Knucklehead-powered Neander-Fahrmaschine

by Paul Jung 

Recently our racing buddy Thomas Trapp published his second book titled "Ernst Neumann-Neander und seine Fahrmaschinen".
Thomas Trapp is a Germany renowned collector, restorer and racer of Neander´s vehicles and he is also good in collecting information and writing. Consequently his passion combined with his talents resulted in 2 books of historian-quality about Ernst Neumann-Neander. I take the opportunity and warmly recommend Mr. Trapp´s books to those who would like to gain a deep insight in a fascinating part of German engineering history.
This Mr. Neander was a very interesting personality who was both a gifted artist and an innovative constructor and engineer. Among his many designs were very progressive motorcycles built with a „standard type“ chassis made from hardened aluminum that accepted engines from 150 cc to 1000 cc. From 1930 on this chassis was used under license by the Opel Company to build their Motoclub motorcycles until WWII.
But what interests us here are the so-called "Fahrmaschinen" which he started to design by the beginning of the 1930´s. Mr. Neander never titled these vehicles merely cars, for him they rather were motorcycles on 4 wheels - „Cyclecars“ - built with the intention to motorize the public that could afford a motorcycle with sidecar but preferred a car-type 4 wheel construction . He even used the name „Volkswagen“ in this context.
To prove the qualities of his constructions he frequently participated in races where he personally or one of his employees piloted the Fahrmaschinen.
At the race track he must have met Mr. Paul Weyres, HD-dealer in Aachen, Germany at that time. Paul Weyres not only sold Milwaukee´s best but also sucessfully raced them to the German championship in the 500+cc sidecar class. When the Knucklehead came out in 1936 he had found the perfect hauler for his Flexi-Sidecar. Another happy year followed with a 1937 model, again hacked, but since 1933 dark clouds were gathering above Germany when the Nazi regime overtook power. One of the first actions of Hitler and his brown and black buddies was to rise taxes on import vehicles skyhigh so only very wealthy people could afford to buy a Harley-Davidson at that time. When this was not enough they decreed in 1937 "that no German racer be sitting on a foreign motorcycle during races in Germany. Bummer. Imagine what this meant for a dyed-in-the-wool HD enthusiast like Paul Weyres. Fortunately, if there´s a decree there´s always a way to evade it and our shrewd man from Aachen found it with Ernst Neumann-Neander´s Fahrmaschine. In 1938 he approached Mr. Neander and convinced him to build one of his Fahrmaschinen with a Knucklehead engine as the power unit. When the implantation was completed Paul Weyres had tricked the Nazis with the covered engine because in this way he was still able to race his beloved Knucklehead. The factory Linkert carburetor was replaced with an Amal counterpart for alcohol use and in this configuration the machine developed 60 hp. Power transmission to the front wheels was managed with a 4-speed Hurth transmission and drive chains. 270 kgs were the combat weight of this fine little monoposto racer and the first race track actions were promising. But as we all know, the war was close and when it started in 1939 it immediately ended all racing and future plans for one of the few American-German pre-war „joint ventures“. It is the merit of Thomas Trapp that this part of automotive history did not fell into oblivion but was brought back to our knowledge and - also very important - was put back into service on the race track.

 

 

 

Kurz vor Kriegsausbruch hatte sich der Aachener entschlossen "umzusteigen" 

und bei Mercedes die Nachwuchsfahrer-Prüfung bestanden. 

Rennleiter Neubauer war auf dem Nürburgring hoch zufrieden mit "Paule". 

Aber der Krieg unterbrach die Entwicklung. 

Auch für Weyres bedeutete er das Ende einer glanzvollen Sportkarriere...

 

 

 

Paul Weyres 1980 beim Besuch am Nürburgring :

 

"Die ganzen Service-Mannschaften an den Boxen gab es damals noch nicht.

 Mit einem einzigen Mechaniker als Hilfe machte man seineMaschine selbst startklar, 

man wußte, ob jede einzelne Schraube fest genug angezogen war"

 

 

 

 

 

  

 

 

Fritz Simmerlein

www.harleysons.de