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Robert Bosch 1861-1942
Im November 1886 machte ich in Stuttgart eine feinmechanische Werkstatt auf mit der Absicht, Apparate, möglichst elektrotechnische, zu bauen. Auch mit der Anlage von Haustelegraphen befasste ich mich. Ich begann mit einem Mechaniker und einem Laufburschen. Mein kleines Betriebskapital von etwa 10000 Mark verwendete ich sehr sparsam.
Robert Bosch * Lebenserinnerungen
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Robert Bosch 23. September 1861 - 12. März 1942
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Die erste Werkstatt von Robert Bosch in der Stuttgarter Rotebühlstraße 73 b
Als Gründungstag gilt der 15. November 1886. An diesem Tag traf die gewerbepolizeiliche Genehmigung für die Eröffnung einer "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" ein.
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Erste Anzeige in der Stuttgarter Tageszeitung "Der Beobachter" vom 2. Februar 1887
Der erste Bosch Magnetzünder (1887)
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De Dion-Bouton Dreirad mit wassergekühlten Motor und Summerzündung 1897 ersetzte Robert Bosch die Summerzündung durch seine Niederspannungs-Magnetzündung (Deutsches Museum München)
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The American Bosch Magneto Corporation
Im Jahr 1906 wurde in New York eine Vertretung der Stuttgarter Firma Robert Bosch gegründet, die sich unter dem Namen "Bosch Magneto Company" zunächst dem Verkauf der Erzeugnisse der Stuttgarter Werke (Magnetzünder, Zündkerzen u.s.w.) widmete und einen ungeahnten Aufschwung nahm.
Harley-Davidson Erfolge im Jahr 1916 mit Bosch Magnetos:
Bei Eintritt der Vereinigten Staaten in den ersten Weltkrieg wurde diese Firma, die seit 1912 eine Fabrik in Springfield besaß, unter Regierungsaufsicht gestellt und Anfang 1919 zwangsweise verkauft.
Die Geschäfte dieser ehemaligen Bosch Magneto Company, die als selbstständige amerikanische Gesellschaft von der Stuttgarter Firma Robert Bosch die Namens-, Verkaufs- und Patentrechte für die Vereinigten Staaten von Nordamerika bekommen hatte, wurden dann von der 1919 neu gegründeten "American Bosch Magneto Corporation" übernommen, die unter Benutzung des Namens "Bosch" in Springfield die Fabrikation der alten Bosch-Zündapparate weiter betrieb.
Im Jahr 1921 bildete sich unter Leitung des aus der beschlagnahmten Bosch Magneto Company ausgetretenen Präsidenten eine neue amerikanische Gesellschaft, die wiederum als selbstständiges und unabhängiges Unternehmen die Erzeugnisse der Stuttgarter und Feuerbacher Werke der Robert Bosch AG in den Vereinigten Staaten von Nordamerika vertrieb.
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Mit der Entwicklung dieser neuen Firma wuchsen auch die Reibungen mit der den Namen "Bosch" ganz allgemein benützenden "American Bosch Magneto Corporation".
In jahrelangen Prozessen wurde von beiden Firmen um die Berechtigung zur ausschließlichen Führung des Namens "Bosch" in den Vereinigten Staaten gekämpft.
Eine, 1929, in New York gefällte gerichtliche Entscheidung sprach der die deutschen Erzeugnisse vertreibenden Robert Bosch Magneto Company das Recht zur Führung des Namens "Bosch" ab, weil die American Bosch Magneto Corporation als Nachfolgerin der der früheren Bosch Magneto Company jeder später gegründeten Firma gegenüber das Recht besitze, den Namen "Bosch" zu verbieten.
Diese Entscheidung gründete sich unter anderem auf die Abmachungen des Berliner Vertrags, in dem ausdrücklich festgelegt wurde, daß die Kriegsmaßnahmen der amerikanischen Regierung als solche gesetzlich sind, selbst wenn wie im Bosch-Fall, es sich um eine sehr drastische und willkürliche Maßnahme gehandelt habe.
Gegen dieses vom Richter selbst in seiner Wirkung als brutal bezeichnete Urteil wurde von der Robert Bosch Magneto Company sofort Berufung eingelegt. Ehe aber die nächsthöhere Gerichtsinstanz sich mit dem Fall beschäftigte, kam man zu einer Einigung.
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Plakat „Roter Teufel“ 1910 ist der von der Stuttgarter Werbeagentur „Propaganda“ stammende „Mephisto“.
Als Motiv diente der Rennfahrer Camille Jenatzy, der seinen mit einer Bosch- Magnetzündung ausgestatteten Mercedes von Triumph zu Triumph führte.
Wegen seines roten Haarschopfes und weil er bei seinen Rennen stets einen feuerroten Staubmantel trug, nannte man ihn den „Roten Teufel“.
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Dr. Ing. Robert Bosch und die Robert Bosch AG (Stuttgart), denen sich die Robert Bosch Magneto Company (New York) anschloß, haben sich vertraglich mit der A.B.M.C. auf folgendde Grundlage über die Benützung des Namens "Bosch" in der ganzen Welt geeinigt.
Die Robert Bosch AG und Ihre Vertretungen haben in Zukunft das Recht, in Nordamerika die ausführliche Bezeichnung "Robert Bosch" zu benützen; in der ganzen übrigen Welt gehört der Name "Bosch" kurzweg ausschließlich der Robert Bosch AG, Stuttgart.
In Nordamerika steht die Benützung des alleinstehenden Namens "Bosch" der American Bosch Magneto Company zu, die in der übrigen Welt für Werbung und Warenbeschriftung den ausführlicheren Ausdruck "American Bosch" zu benützen hat.
Die Vertragsschließenden haben sich außerdem verpflichtet, sich als loyale Wettbewerber gegenseitig bei der Wahrung ihrer eigenen Rechte gegen Dritte zu unterstützen. Zugunsten der A.B.M.C. (Springfield) verzichten die anderen Parteien auch auf die Weiterbenützung der in Plakaten, Flugschriften usw. verwendeten, von einem Stuttgarter Atelier geschaffenen typischen Werbefigur, des roten Bosch-Teufels, der den bekannten österreichischen Rennfahrer Jenatzy darstellte.
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Bereits im Herbst 1910 nahm die Bosch Magneto Company (New York) die Fertigung von Magnetzündern in Springfield, Massachusetts (Photo) auf
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Gleichzeitig mit diesem Namens- und Marken-Abkommen wurde zwischen den ehemaligen Eigentümern der Bosch Magneto Company und der American Bosch Magneto Corporation eine Abmachung getroffen, wonach die Springfielder Gesellschaft die bisher geltend gemachten Ansprüche auf gewisse Teile des Verkaufs-Erlöses der beschlagnahmten Bosch Magneto Company zurückzieht und den ehemaligen Besitzern zur beschleunigten Freigabe ihres beschlagnahmten Eigentums verhilft.
Von dieser Abmachung werden weder die Robert Bosch AG (Stuttgart) noch die Robert Bosch Magneto Company (New York) betroffen, da die New Yorker Vorkriegsfirma nie Eigentum der Robert Bosch AG war.
(Motorrad Sport * Verkehr und Technik * Leipzig, 28. Dezember 1929)
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Zuverlässiger Bosch Magnet im frühen 61 cu. in. H-D Racer
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Robert BoschUnternehmer
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