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World's first Motorcycle Germany 1885
Das erste Motorrad der Welt
Idee: Gottlieb Daimler Konstruktion: Wilhelm Maybach
10. November 1885
Am 10. November 1885 hat Gottlieb Daimlers Sohn Adolf mit dem "Reitwagen", dem ersten Motorrad der Welt, die drei Kilometer lange Strecke zwischen Cannstatt und Untertürkheim zurückgelegt.
* * * Die erste Version dieses motorisierten Zweirads war mit einer indirekten Lenkung mit Riemenübertragung ausgestattet.
Beim zweiten, technisch bereits ausgereifteren Modell, stand der Lenker in direkter Verbindung mit der vorderen Gabel.
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Keine der beiden Versionen dieses ersten Motorrads der Welt ist erhalten; das zweite Modell fiel 1903 einem Brand zum Opfer.
Die Museums-Exemplare sind Nachbauten, die sowohl aus Originalteilen als auch aus neuen, nach Daimlers Entwürfen angefertigten Elementen entstanden sind.
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Gottlieb Daimler 17. März 1834 - 6. März 1900
Gottlieb
Daimler wurde am 17. März 1834 in Schorndorf
geboren.
Neben der Lateinschule besuchte er auch die Zeichenschule, in der nur an Sonntagen unterrichtet wurde. 1848 trat er in Schorndorf, bei Meister Wilke, eine Lehre als Büchsenmacher an, die er 1852 mit seinem Gesellenstück, einer doppelläufigen Pistole, abschloss.
Gottlieb Daimlers Gesellenstück Nach einem Aufenthalt in Frankreich, bei dem Daimler praktische Erfahrungen im Maschinenbau erwarb, besuchte er von 1857 – 1859 die Polytechnische Schule in Stuttgart; nach verschiedenen technischen Tätigkeiten in Frankreich und England trat er 1862 eine Stelle als Zeichner in Geislingen an. Ende 1863 wurde er Werkstätteninspektor der Maschinenfabrik des Bruderhauses in Reutlingen, wo er 1865 auch Wilhelm Maybach kennen lernte.
Am
9. November 1867 heiratete er Emma Kurtz aus Maulbronn. 1869
wurde er Werkstättenvorsteher der Maschinenbau-Gesellschaft
Karlsruhe und wechselte 1872 zu Otto und Langen als
technischer Leiter der Gasmotorenfabrik Deutz, wo er das
Ottosche Viertaktprinzip kennen lernte. Nach Differenzen mit
der Geschäftsleitung verließ er die Gasmotoren-Fabrik
Mitte 1882.
Werkstatt und Versuchslabor im Garten der Daimler Villa
1882 hatte Daimler eine Villa in der Cannstatter Taubenheimerstraße für 75 000 Goldmark erworben, was ihm durch die Arbeit in Deutz und die reichhaltige Abfindung der Gasmotorenfabrik möglich war. Im großen Garten der Villa befand sich ein Gewächshaus, das Daimler umgehend durch einen Backsteinbau vergrößern ließ, um dort eine Versuchswerkstatt einzurichten. Daimlers grundlegender Ansatz war, Benzin als ausschließlichen Brennstoff für die Motoren zu verwenden und diese in alle nur denkbaren Fahrzeuge - zu Lande, zu Wasser und in der Luft - einzubauen. Als Arbeitsverfahren für den Motor dachte er selbstverständlich an das Ottosche Viertaktverfahren, das jedoch aufgrund des komplizierten Zündmechanismus keine hohen Drehzahlen gestattete.
Daimler ließ sich nach intensiven Versuchen einen ungekühlten, wärmeisolierten Motor mit ungesteuerter Glührohrzündung patentieren. Dieses DRO 28022 war ein Meisterwerk an Formulierkunst, da es strenggenommen dem Ottoschen Viertaktprinzip entsprach. Das Patent 28022 wurde zum Anlass erbitterter Patentprozesse, in die sich die Deutzer Firma einschaltete, nachdem ihr Daimler ein kostenloses Nutzungsrecht der ungesteuerten Glührohrzündung nicht gestattet hatte. Das Reichsgericht aber folgte, dank seinem persönlichen Auftreten, Daimlers Argumentation, sein Anspruch blieb bestehen.
Patent No. 43926 3. April 1885 G. Daimler in Canstatt Gas- bzw. Petroleum-Kraftmaschine
Die sogenannte "Standuhr" hat ein geschlossenes Kurbelgehäuse, auf dem der luftgekühlte Zylinder steht. Das Einlassventil arbeitet automatisch, das Auslassventil wird durch die von Daimler erfundene Kurvennutensteuerung betätigt. Dazu kommt ein Schwimmervergaser. Der Einzylinder wiegt nur 60 Kilogramm, hat einen Hubraum von 264 cm3 und leistet 0,5 PS bei 650 Umdrehungen/min.
Die Werkstatt von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach
Mit dieser Konstruktion, die auf Gewichtsersparnis und kompakte Bauweise ausgerichtet war, hatten Daimler und Maybach die Grundlage für den Einbau in ein Fahrzeug geschaffen. Als erster Versuchsträger fungierte ein Motorrad mit hölzernem Rahmen, oft als „Reitrad“ oder „Reitwagen“ bezeichnet.
Der nochmals verkleinerte 1 Zyl.-Motor nach dem Vorbild der „Standuhr“ war stehend unter dem Sitz des Fahrers eingebaut. Auf dieses „Fahrzeug mit Gas- bzw. Petroleum-Kraftmaschine“, wie der Patentanspruch lautete, erhielt Daimler am 28. August 1885 das DRP 36423.
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Wilhelm Maybach 9. Februar 1846 - 29. Dezember 1929
Der König der Konstrukteure Wilhelm Maybach wurde am 9. Februar 1846 in Heilbronn geboren. Seine Eltern zogen nach Stuttgart als er fünf Jahre alt war. 1853, in seinem siebten Lebensjahr, starb seine Mutter, 1856 sein Vater. Der zehnjährige Wilhelm wurde im karitativen Reutlinger Bruderhaus aufgenommen. Seine technische Begabung wurde von Gustav Werner entdeckt und gefördert. Er macht eine Lehre als technischer Zeichner. 1865 wird Gottlieb Daimler Leiter der "Maschinenfabrik zum Bruderhaus" in Reutlingen.
Dieser wiederum erkennt und schätzt die Fähigkeiten des geborenen Konstrukteurs und holt 1872 Maybach als Chef des Konstruktionsbüros der Gasmotorenfabrik von Eugen Langen und Nikolaus Otto nach Köln-Deutz. Als der Absatz für atmosphärische Gasmotoren nachlässt, konstruiert Maybach eine "Petrolmaschine" mit Oberflächenvergaser (1876). Otto erfindet das Viertaktverfahren, das von Maybach bis zur Pariser Weltausstellung 1878 perfekt gestaltet wird - einflammige Zündung, Benzin als Kraftstoff.
von Gottlieb Daimler aus Maulbronn. Als Daimler wegen seines Herzleidens nach Cannstatt zieht, gibt Maybach seine glänzende Stellung als Chefkonstrukteur auf und zieht 1882 ebenfalls nach Cannstatt, Prager Straße 34.
mit einem Glührohr gezündet werden sollte, dann durch Selbstzündung laufen sollte und der nicht gekühlt, sondern wärmeisoliert war. Dieser Motor konnte nicht laufen. Erst als die Ventilsteuerung weiter entwickelt war (Kurvenscheiben, zweites Patent Daimlers) und als Maybach die Glührohrzündung als dauernde Zündung und die Kühlung des Motors durchgesetzt hatte, lief der Motor (1884). Nach Zeichnungen Maybachs wurden diese ersten Motoren bei der Glockengießerei Heinrich Kurtz in Stuttgart hergestellt. Maybach probiert sie im großen Garten an der Taubenheimstraße und in abgelegenen Straßen Canstatts aus.
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1882 drang die Polizei in die Werkstatt ein um "Falschmünzer" zu verhaften
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Die Patentzeichnungen für das erste Motorrad der Welt
"Patentiert im deutschen Reiche vom 28. August 1885 ab"
Deutsches Reichs-Patent DRP 36423
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Gottlieb Daimler 1834-1900
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Wilhelm Maybach 1846-1929
mail@harleysons.de
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